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Günther Beckstein: die Diskriminierung von Homosexuellen war eine Verirrung

In der Süddeutschen Zeitung gibt es ein recht interessantes Interview mit Günther Beckstein, bayerischer Ministerpräsident a.D. (CSU) und Claudia Roth (die Grünen).

Früher haben sich die beiden politisch hart bekämpt, aber im Laufe der Zeit ist eine Art Freunschaft zwischen ihnen enstanden. Dies ist schon bemerkenswert, da Günther Beckstein in seiner politischen Laufbahn doch eher als “Hardliner” bekannt war. Nun ist er allerdings seit einigen Jahren im Ruhestand und konnte sich wohl über einiges Gedanken machen.

Auf die Frage ob er für die Homo-Ehe wäre, antwortete der ehemalige Ministerpräsident der Süddeutschen Zeitung: “Ich war einer derjenigen, die nach Karlsruhe gegangen sind. Heute weiß ich: Die systematische Diskriminierung der Homosexuellen war eine schlimme Verirrung.”

Der CSU werden diese Worte eher weniger gefallen, umso bedeutender sind sie allerdings für Homosexuelle. Es zeigt einfach, dass man mit etwas Abstand, eine festgefahrene Meinung doch noch ändern kann.

Jeder Mensch und auch jeder Politiker macht Fehler. Sich dann aber selbst die Schuld einzugestehen zeugt von wahrer Größe und das sollte man anerkennen.

Vielleicht liest ja auch der ein oder andere Parteigenosse oder sogar die Kanzlerin diese Worte und nutzt die Weihnachtspause um seine Haltung gegenüber Schwulen, Lesben, Bi* oder Trans* nochmals zu überdenken.

Wenn selbst ein Günther Beckstein seine Meinung ändern kann, sollte es für die Union ein einfaches sein, es ihm gleichzutun.

Es zeigt sich einfach, dass am Ende doch meistens der Menschenverstand siegt.

Das sollte uns allen Hoffnung geben!

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Quelle: SZ
Bild: Kurier.at

Über den Autor

Jürgen Klein
Leitung Family Faces - Web Designer

Paul Herrmann und ich sind die beiden Verantwortlichen hinter Family Faces. Die Plattform Family Faces habe ich umgesetzt und kümmere mich auch in Zukunft weiterhin darum. Ich bin schwul und in einer festen Beziehung. Auch wenn ich nicht unbedingt heiraten, oder eine Familie gründen möchte, finde ich es nicht gerecht, dass es Homosexuellen verwehrt wird. Für mich ist Family Faces eine Herzensangelegenheit, denn nur wenn man auf Missstände aufmerksam macht, kann man etwas ändern. Mein Dank geht auch an unser tolles "Team" - ohne das wir dies alles nicht mehr schaffen würden! Email an juergen[@]shut-my-mind.com

Anzahl der Artikel : 116
  • Jürgen Klein

    nicht jeder Vater, dessen Sohn schwul ist, sieht seine Fehler ein. Gerade wenn man so ein harter Hund war, wie Günther Beckstein.

  • Anna Brandes

    Der Hammer!

  • Pas Kal

    Sein Sohn ist schwul :) Daran könnte es liegen.

  • http://www.facebook.com/rolldices Stefan Schmidt

    ist das dann nicht Wahlkampf für die Grünen? Schließlich sagt er doch, die Grünen machen es besser als die Union.

  • http://www.facebook.com/MichaelDaiber Michael Daiber

    wenn das mal nicht wieder wahlkampf-taktiererei ist!! …….

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